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SN 1.1
PTS: S i 1
CDB i 89
Ogha-tarana Sutta: Die Flut überqueren
übersetzt aus dem Pali von
Thanissaro Bhikkhu
Übersetzung ins Deutsche von: (Info)
Samanera Johann
Alternative Übersetzung: noch keine vorhanden. Möchten Sie eine teilen oder es selbst versuchen?

Anmerkung des Übersetzers: Diese Lehrrede eröffnet den Samyutta Nikaya mit einem Paradox. Der Kommentar informiert uns, daß der Buddha die Devata in Form eines Paradox lehrt, um ihren Stolz zu bändigen. Um diesem Paradox etwas Inhalt zu geben, mögen Sie vielleicht andere Abschnitte des Kanons lesen, die Bemühen behandeln.

Ich habe gehört, daß der Befreite zu einer Begebenheit nahe Savatthi in Jetas Hain, Anathapindikas Kloster, verweilte. Da kam eine Devata zur weit fortgeschrittenen Nacht, ihre extreme Ausstrahlung den gesamten Hain Jetas erhellend, zum Befreiten. Mit Ankunft, sich vor ihm verneigt, stand sie an einer Seite. Als sie dort stand, sagte sie zu ihm: "Sagt mir, lieber Herr, wie habt Ihr die Flut überquert."

"Ich überquerte die Flut ohne fortwärts zu drängen, ohne auf der Stelle zu bleiben."[1]

"Aber wie, lieber Herr, habt Ihr ohne vorwärts zu drängen, ohne auf der Stelle zu bleiben, die Flut überquert?"

"Wenn ich vorwärts drängte, war ich herumgewirbelt. Wenn ich an einer Stelle blieb, sank ich. Und so überquerte ich die Flut ohne vorwärts zu drängen, ohne auf der Stelle zu bleiben."

[Die Devata:]

Für lange Sicht sehe ich einen Brahman, völlig ungebunden, der ohne vorwärts zu drängen, ohne auf der Stelle zu bleiben gequert hat, über die Verstrickungen der Welt.

Dies ist, was die Devata sagte. Der Lehrer stimmte zu. Bemerkend, daß: "Der Lehrer hat mir zugestimmt", verneigte sie sich vor ihm, umrundete ihn, ihm an ihrer Rechten behaltend, und verschwand dann genau dort.

Anmerkung

1.
Oder: "uneingerichtet". Siehe Ud 8.1. Zusammenhängende Bezüge sind in SN 12.38 und SN 12.64 zu finden.
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