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Gerechtigkeit vs. Geschick
von
Thanissaro Bhikkhu
Übersetzung ins Deutsche von: (Info)
Samana Johann
Alternative Übersetzung: noch keine vorhanden
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Abendlehrrede, gegeben im Wat Metta, 31. Juli 2016

Wenn wir die Brahmavihārās entwickeln, eine Haltung von Wohlwollen, Mitgefühl, anerkennende Mitfreude und Gleichmut, so versuchen wir diese uneingeschränkt zu machen. Mit anderen Worten entwickeln wir Wohlwollen für alle Lebewesen, Mitgefühl für alle, anerkennende Mitfreude für alle, und wir müssen lernen, wie wir Gedanken von Gleichmut an all diesen anknüpfen, wenn es notwendig ist.

Das Problem ist, daß auch wenn unsere Haltung uneingeschränkt ist, unser Vermögen, um Leuten zu helfen und die Welt zu verbessern, es nicht ist. Das ist warum wir eine klare Einteilungen von Prioritäten dafür, was wir tun können, was wir nicht tun können, welches Dinge sind, die würdig sind sie zu tun, würdig sie zu verbessern, welche Dinge es nicht sind, benötigen, denn wenn man sich zu sehr verlauft, endet man damit zuguter letzt nicht wirklich viel zusammengebracht zu haben. Oder wenn man sich darauf konzentriert das falsche Probleme zu lösen, mag man damit enden es später zu bereuen.

Zum Beispiel erzählt man uns manchmal, daß Buddhas Hauptabsicht im Lehren es war, allem Leiden ein Ende zu setzen. Eigentlich ja, aber seine Aufwartung dieses letztlich zu erreichen, war sehr spezifisch. Anstelle herumzulaufen und zu versuchen allem Leiden durcht die Ungerechtigkeiten der Welt den Gar aus zu machen, konzentrierte er sich auf eine Art des Leidens: das Leiden welches jeder von uns selbst, durch seine eigene Begierde, durch eigenes Festhalten, durch eigene Unwissenheit verursacht. Wenn wir diesem ein Ende bereiten, leiden wir von nichts Äußerem mehr. Aber das Problem muß von Innen heraus gelöst werden, und dieses ist der Grund, warum er niemals gesagt hat, daß die gesamte Welt, oder die halbe, oder wieviel auch immer, dem Leiden ein Ende bereiten würde. Er lehrte einfach den Weg. Es hängt von jedem von uns selbst ab ihm zu folgen. Und keiner von uns kann ihm für jemand anderen folgen.

Was das Leiden betrifft, welches aus den drei Eigenschaften[1] her rührt, so ist dieses etwas, daß nicht gestoppt werden kann. Diese Eigenschaften gehen immer noch daran, sich selbst in der Welt zu manifestieren. Die Frage ist: Müssen Sie aufgrund dieser leiden, muß Ihr Geist aufgrund von diesen leiden? Und die Antwort ist Nein.

So ist der Focus speziell darauf, auf welche Art, sie mit dem Umgang mit der Welt, Leiden, durch Ihr Einbringen, durch Ihr Festhalten, Ihre Verlangen und Unwissen, verursachen. Das ist also jenes, an dem wir arbeiten, wenn wir meditieren.

Was das anderen zu Helfen betrifft, so ist es eine Sache von Großzügigkeit. Der Buddha setzte nur Pflichten in Begriffen der Vier Edlen Wahrheiten fest.[2] Was sie Angelegenheit betrifft, anderen Leuten zu helfen, erlegte er keinem eine Pflicht auf. Er zeigte die Vorteile, Großzügig zu sein, auf, aber er drängte niemanden in diese Richtung. Er zeigte nur auf, daß gewisse Dinge, in die Sie sich, mit dem Abgeben mit anderen Leuten, einbringen, geschickt sind und gewisse es nicht, und es an Ihnen liegt zu wählen.

Und es ist wichtig zu anzumerken, daß das Hauptaugenmerk darauf gelegt ist, was geschickt und was es nicht ist.[3] Dieses wird in einer Zusammenstellung von Fragen aufgezeigt, die, so der Buddha sagt, am Beginn von Einsicht liegen: Was, wenn ich es tue, wird zu meinen langfristigen Wohl und Glück führen, was ist geschickt, was ist tadellos? Das ist die Frage auf der positiven Seite. Auf der negativen Seite: Was, wenn ich es tue, wird zu meinem langfristigen Weh und Leiden führen, was ist ungeschickt, was ist tadelswert?

Bemerken Sie die Begriffe der Fragen. Da ist keinerlei Frage darüber, was Gerechtigkeit ist. Die Frage ist, was geschickt ist. Wenn Sie sich die Welt um sich ansehen, sehen Sie viele Ungerechtigkeiten. Sie sehen viel an Misshandlung von Menschen und Tieren. Gehen wir jedoch damit vorrangig als eine Angelegenheit von Ungerechtigkeit um, oder als eine Sache, daß da etwas ungeschickt ist?

Unsere Vorstellung von Gerechtigkeit gründet sich auf der Vorstellung, daß da ein Anfangspunkt einer Geschichte ist. Von diesem Punkt aus, suchen Sie danach, wer was zuerst tat und dann, wer was danach tat. Danach ergründen Sie, wie Dinge in Begriffen von Schuld oder Fehlen von Schuld, aufgezeigt werden sollten, begründet darauf, welche Handlungen, durch das was zuvor abgelaufen ist, gerechtfertigt waren und welche nicht, um so Dinge in ein passendes Gleichgewicht[4] zu bringen.

Doch aus des Buddhas Anblick der Zeit, ist da kein Beginn. So wie er sagte, könne man zurück-, zurück-, zurückverfolgen, und würde doch keinen ergründbaren Beginn finden. Der Anfangspunkt, sagte er, war unergründbar. Nicht nur nicht erkennbar, sondern unergründlich. Sie können ihn sich nicht mal erdenken. Und wir haben die Hochs und Tiefs der Zeit, so vieler Zeiten, durchgemacht, durch so viele Universe hindurch, daß, so sagte er, es schwer ist, jemanden zu treffen, der nicht einst Ihre Mutter, Ihr Vater, oder Ihr Bruder, Schwester, Ihr Sohn oder Tochter, in all dieser Zeit war. Wenn Sie nun daran gehen, Tadel auszuteilen, und versuchen Dinge in ein Gleichgewicht zu bringen, wo werden Sie damit beginnen?

Da ist eine berühmte Geschichte über Somdet Toh. Ein junger Mönch kam einst auf ihn zu, und beschwerte sich, daß ein anderer Mönch ihn geschlagen hatte, und Somdet Toh sagte: "Nun, du hast ihn zuerst geschlagen." Der Mönch antwortete: "Nein, nein, er kam einfach einher und schlug mir auf den Kopf. Ich hatte überhaupt nichts getan." Somdet Toh sagte: "Nein, du hast ihn zuerst geschlagen." Ein Hin und Her in dieser Weise für eine Zeit, und dann wurde der junge Mönch eingeschnappt, und ging daran, einen anderen der älteren Mönche aufzusuchen, um sich über Somdet Toh zu beschweren. So kam der andere ältere Mönch auf Somdet Toh zu, und fragte was los sei, und Somdet Toh sagte: "Nun, unübersehbar ist es Kamma aus vorhergehenden Lebzeiten. Er hat irgend wann den anderen Mönch, zu irgend einer Zeit zuvor, zuerst geschlagen." Und natürlich mag dieses nachdem der andere Mönch den erste Mönch zuerst geschlagen hatte, gewesen sein. So geht dieses Hin und Her, Vor und Zurück in dieser Weise.

Wenn Sie also Misshandlungen um sich herum sehen, ist die erste Frage nicht: "Ist das gerecht oder ungerecht?" Die Frage ist, ob die Person, welche die Misshandlung austeilt, sich in einer geschickten Weise verhält, oder in ungeschickter, und was kann ich, geschickt verhaltend, tun, um geschickt dem ungeschickten Verhalten ein Ende zu bereiten?

Nun, da ist etwa an ungeschicktem Verhalten, daß Sie beenden können und anderes ungeschicktes Verhalten, welches Sie nicht beenden können. Die Arten, welche Sie nicht beenden können, ist dort wo eines anderen Kamma, ihr eigenes oder anderes, sich in den Weg stellt. Doch die grundlegende Frage ist jene: Wann ist es geschickt sich einzumischen, wann ist es geschickt sich einzubringen, und welche Art der Eingabe wäre geschickt? Manchmal ist die Antwort klar, manchmal nicht. Wenn Sie die Kraft haben, die nötigen Mittel, und es nicht zu gefärlich ist, versuchen Sie zu helfen. Dann, wenn Sie sehen, daß es nicht klappt, machen Sie einen Rückzug.

Doch vieles davon hat auch mit Vorrangigkeiten zu tun. Da sind einige ungeschickte Dinge in der Welt am Laufen, die wirklich würdig wären, sich mit anderen Leuten zusammen zu tun, ihre Kräfte zu vereinen, und zu versuchen diese Dinge zu stoppen. Doch Sie sollten es in geschickter Weise tun.

Es ist niemals der Fall im Dhamma, in dem guter Ausgang ungeschickte Mittel rechtfertigt. Die Mittel müssen gut sein, tatsächlich geht es nur um die Mittel. Alles in Allem, wo würden Sie Schußstriche ziehen? Sie klären eine Angelegenheit, und da ist die nächste. Sie bereinigen diese Sache, alle sterben, werden wiedergeboren, und die Dinge fangen von neuem an. Wir müssen kein letztes Urteil verabschieden.

Unser wahrer Abschluß, in des Buddhas Lehren, ist Nibbāna, und dieses ist ein Abschluß, den jeder von uns in sich selbst finden muß. Wir finden keinen Abschluß draußen in der Welt, den die Welt bleibt dabei sich weiter zu drehen und zu drehen. Selbst zu Beginn jedes Kreislaufes im Universum, ist da nicht nur ein Beginn. Der Buddha hat mehrere Weisen der Beschreibung, wie das Universum zu entstehen beginnt. Da steht niemand hinter der Entstehung, keiner plant im Hintergrund die Entstehung. Da sind nur eine Menge von Einzellebewesen, mit einer Menge an Plänen, und diese werden hauptsächlich von Verlangen und Unwissenheit getrieben. Und das ist, was das ganze am Laufen läßt.

Solange Sie versuchen Dinge im Außen gerade zu biegen, handeln Ihre Versuche im Verlangen und in Unwissenheit. Manchmal ist es anderer Leute Verlangen und Unwissenheit, manchmal ist es das Ihre. Ihre Ideen über eine gerecht Entstehung, deren Ideen über eine gerecht Entstehung, enthalten eine Menge an Unwissenheit. Tatsächlich entstehen die meisten Probleme in der Welt dann, wenn der Leutes Vorstellungen von Gerechtigkeit auseinander gehen. So müssen Sie sehr vorsichtig um diese Angelegenheit herum sein.

Das ist, warum wir an unserem Geist arbeiten, den nur im Geist kann es zu einem Abschluß kommen. Während dessen ist die Hauptfrage nicht eine Sache von gerecht und ungerecht. Die Sache ist, tut diese einzelne Handlung, welche ich besinne, geschickt oder ungeschickt.

Der Buddha versucht niemals zu rechtfertigen, sagen wir, unterdrücken, im Ausdrücken, daß unterdrückte Leute es so verdienen. Das Wort "verdienen" kommt auch in den Lehren des Buddhas nicht vor, abseits von der Aussage, daß Arahats Darbietungen verdienen. Eigentlich ist dieses was "Arahat" bedeutet.

Bis wir diesen Punkt erreichen, sind da einfach geschickte Handlungen mit guten Ergebnissen, und ungeschickte Handlungen, mit schlechten Ergebnissen, und wir alle haben ein großes Durcheinander von beidem. Wenn Sie also jemanden leiden sehen, wissen Sie nicht welcher Teil seines/ihres Durcheinanders sich zeigt, und wieviele, sagen wir, gute Dinge, sich nicht zeigen. Die Teile, die sich nicht zeigen, sind es, die ihnen Potential für ihre Hilfe geben.

In anderen Fällen ist es klar, daß Sie nicht helfen können. So wie das Eichhörnchen, daß ich gestern sah. Etwas war unübersehbar nicht in Ordnung mit einem, oder vielleicht zwei, seiner Beine, aber desto näher ich heran kam, um zu sehen was nicht in Ordnung ist, desto mehr mühte und kämpfte es damit fortzulaufen. Ich erkannte, daß meine Sorge viel an Leiden verursachte. So nahm ich davon Abstand.

Das ist eine Art von Begebenheit, in der sie nicht helfen können. Doch andere sind nicht ganz so einfach zu erkennen. Wichtig ist sich der Einteilungen zu erinnern. Es geht nicht um Enden. Es geht um Mittel. Es gehr nicht um gerechte oder ungerechte Enden. Es geht um geschickte und ungeschickte Mittel. Wenn da draußen ungeschicktes Verhalten ist, billigen Sie es zu guter Letzt nicht.

Sie stiften Leute nicht dazu an, an dem Verhalten teilzunehmen. Und wenn Sie sich ein paar geschickte Weisen, es zu beenden, auserdenken können, versuchen Sie es. Aber ihre vorrangige Verantwortung ist jenes, für das sie wirklich verantwortlich sind, d.h. ihre eigenen Entscheidungen, was Sie tun und was Sie beschließen, anderen Leuten zu tun anordnen. Gehen Sie sicher, daß Ihre Entscheidungen geschickt sind. Wenn sich jeder um diese eine Sache kümmern würde, würde sich die Welt beruhigen. Unser Problem ist, daß wir versuchen alle anderen gerade zu biegen, ohne uns selbst zuerst gerade zu richten.

Das ist warum wir Gleichmut zusätzlich zu Wohlwollen entwickeln, denn da sind Fälle in denen wir aufgrund von kammischen Hindernissen, vergangen oder gegenwärtig, nicht helfen können. Sodaß Leute letztlich wohlauf sind, müssen sie die Ursachen für ihr Wohl selbst erzeugen.

Sie können ihnen damit helfen, indem Sie sie anhalten geschickt zu sein, doch die Entscheidung, ob diese Ihrem Rat und Beispiel folgen, ist die derer. Was die unklaren Fälle betrifft, in denen Sie nicht sicher sind, ob Sie helfen können oder nicht, müssen Sie Ihre Prioritäten gerade richten. Was sind die wichtigsten Dinge, die Sie zu tun haben? Worauf möchten Sie ihre Kräfte sammeln, um es anders in der Welt zu machen? Mit anderen Worten: Was wollen Sie auswählen, um großzügig zu sein?

So wie der Buddha über Großzügigkeit sprach, sind da keine "Mußs". Er empfahl einfach, daß Sie dort geben, wo Sie sich inspiriert fühlen, wo Sie das Gefühl haben, daß die Gabe gut genutzt werden würde. Dieses gilt nicht nur für materielle Gaben, sondern auch für das Geschenk Ihrer Zeit, die Gabe Ihrer Kraft um Dinge in der Welt zu verbessern. Es liegt ganz an Ihnen zu entscheiden, wo Sie Ihre Spuren hinterlassen wollen, wem Sie helfen wollen, erkennend, daß wenn Sie gewählt haben, da andere Dinge sind, die Sie zur Seite legen müssen. Wenn ihre Energie zu verstreut gerät, ist da das thailändisch Sprichwort, daß Sie einen Kontainer voll mit Pfeffersauce nehmen, und ihn in die See leeren. Da ist so viel Wasser in der See, sodaß die Pfeffersauce keinerlei Unterschied macht.

Dieses ist also warum wir Gleichmut üben müssen. Wir haben Wohlwollen für alle, doch wir müssen erkennen, daß wir nur für bestimmte Umstände hilfreich sein können, und Sie müssen sehr umsichtig damit sein, wann Ihre Anstrengungen zu helfen geschickt sind und wann nicht. Gehen Sie sicher, daß diese Ihre Bedingungen für Ihre Untersuchungen sind. Sobald Sie diesen Punkt gerade in Ihren Geist aufrecht erhalten, klärt dieses eine Menge an anderen Schwierigkeiten.

Nun, unsere Geschellschaft denkt nicht in diesen Weisen. Die meisten Leute denken in Begriffen einer Geschichte mit einem Beginn und einem Ende, wo es Ihnen klar erscheint, wer recht hat und wer falsch liegt. Wir streiten über die Einzelheiten (das ist, warum da so viele Konflikte sind), doch jeder scheint die Vorstellung zu haben, daß da ein Anfangspunkt, ein Endpunkt und ein Plan für all dieses steht, und das da oben irgend jemand ist, der eine Vorstellung von einem gerechten Weg, Dinge auszurichten, erlangt hat, und uns Pflichten zuspricht. Aber das steht ganz und gar nicht in Buddhas Universum. Da ist kein klares Ende, kein klarer Beginn, und da ist niemand der sich darum kümmert. Uns so wie dieser Abschnitt fortsetzt, wird die Welt weggefägt. Sie wollen nur sicher gehen, daß Sie nicht mit ihr weggefegt werden. Versuchen Sie sich klar darüber zu sein, was Sie tun, klar darüber, es geschickt zu tun.

Dies ist wie Sie zu einem Abschluß kommen. Dieses ist wie Sie da heraus kommen. Das ist, worum sich die Ausübung dreht, um da heraus zu kommen. Wir versuchen ein paar gute Dinge zu hinterlassen, sowie wir da ausbrechen - tatsächlich können Sie nicht auskommen, ohne ein paar gute Dinge zu hinterlassen - doch manchmal ist das beste Geschenk, daß Sie anderen geben können, einfach Leuten zu zeigen, daß da ein Weg heraus ist, und daß sie ebenfalls folgen können.

Versuchen Sie diesen Weg so gut wie möglich offen zu halten, so gut Sie können, indem Sie geschickt in Ihren Gedanken, Ihren Worten und Taten sind. Sehen Sie sich den Buddha an: Er gab das größte Geschenk von allen. Er gab uns das Dhamma, zeigte uns den Pfad, und dann ging er. Nun ist es an uns, uns und Leuten um uns, dieses Geschenk so gut wie möglich zu geben.

Anmerkungen   

1.
Ergänzung des Übersetzers: unbeständig, leidhaft, nicht-selbst
2.
Anmerkung des Übersetzers: Diese Behauptung stimmt insofern, da Buddha keine letztliche Pflicht des Aufrechterhaltens einer Beziehung zu anderen festlegte, in anderen Worten man keine Hilfe anderer erwarten muß. Sehr wohl hat er jedoch Pflichten, vor allem für Mönche, für gewisse Arten von Beziehungen gegeben und auf für Laien "Pflichten" in den jeweiligen Beziehungen, zur Sicherheit und Schutz, nahegelegt einzuhalten. Wie immer folgt es dennoch der Bedingheit: Von diesem kommt jenes, mit dem Aufkommen jenem, kommt diese auf. So ist da auch keine Pflicht gegenüber Geschickt oder den vier Edlen Wahrheiten, sondern die Erklärung einer Notwendigkeit für ein bestimmtes Ziel. Nibbāna: die Pflichten gegegüber den Edlen Wahrheiten. Wohl in der Welt und Hilfe erwartend: Pflichten gegenüber Bezugspersonen. Dieses angemerkt, um nicht ins andere Extrem des Individualismus gleiten zu lassen, wärend man sich auf Kosten der anderen seinen womöglichen Tripp gönnt und viele Nachteile für sich selbst verursacht. Wer keinen Anspruch auf Hilfe stellt, kann damit vom helfen mehr und mehr absehen. Geschickt ist wie auch immer stets Priorität, da ungeschicktes Helfen nie wirklich hilft. Der Ehrw. läßt darüber keinen Zweifel in der Lehrrede als ganzes, doch mag man es so ausgedrückt gerne falsch verstehen.
3.
Anmerkung des Übersetzers: ungeschickt ist: Leben zu zerstören, Nehmen was nicht gegeben ist, Vergehen in Fleischeslust, Unwahres zu sprechen und berauschende Mittel einzunehmen. Geschickt, das Abstehen davon.
4.
Anmerkung des Übersetzers: "für Ihre Vorstellungen, um sie zu erhalten, ihr zu entsprechen."