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AN 9.1
PTS: A iv 351
Sambodhi Sutta: Selbst-Erwachen
übersetzt aus dem Pali von
Thanissaro Bhikkhu
Übersetzung ins Deutsche von: (Info)
jb für ZzE
Alternative Übersetzung: noch keine vorhanden
Alternative Formate: [audio icon]

Ich habe gehört, daß der Erhabene zu einem Anlaß in Anathapindikas Kloster, in Jetas Hain nahe Savatthi verweilte. Dort sagte er zu den Bhikkhus: „Bhikkhus, wenn euch Wanderer, die Mitglieder anderer Sekten sind, fragen würden: „Was, Freunde, sind die Grunderfordernisse für das Entwickeln der Flügeln zum Selbst-Erwachen?“, was würdet ihr antworten?

"Für uns, Herr, haben die Lehren, den Erhabenen als ihre Wurzeln, ihren Anleiter und Schlichter. Es wäre gut, wenn der Erhabene selbst die Bedeutung zu dieser Äußerung erläutern würde. Vom Erhabenen vernommen, werden sich die Bhikkhus dessen erinnern."

"In diesem Fall, Bhikkhus, hört und zollt große Aufmerksamkeit. Ich werde sprechen."

"So wie ihr meint, Herr“, erwiderten die Bhikkhus.

Der Erhabene sagte: "Sollten euch Wanderer anderer Sekten fragen: 'Was, Freunde, sind die Grunderfordernisse für das Entwickeln der Flügeln zum Selbst-Erwachen?', solltet ihr antworten: 'Da ist der Fall, daß ein Bhikkhu großartige Freunde hat, großartige Kameraden, großartige Begleiter. Dies ist das erste Grunderfordernis, für das Entwickeln der Flügel zum Selbst-Erwachen.

"'Weiters, ist der Bhikkhu tugendhaft. Er verweilt beherrscht im Einklang mit dem Patimokkha, großartig in seinem Verhalten und in der Art seiner Beschäftigungen. Er übt sich selbst, die Übungsregeln angenommen, sieht Gefahr in den kleinsten Vergehen. Das ist das zweite Grunderfordernis, für das Entwickeln der Flügel zum Selbst-Erwachen.

"'Weiters, hört er gewollt zu, leicht und ohne Schwierigkeit: Gespräch, das wahrhaftig ernüchtern und förderlich für das Öffnen des Wesens ist; das sind Gespräche über Bescheidenheit, über Zufriedenheit, über Unverwirrtheit, über aufkommende Beharrlichkeit, über Tugend, über Konzentration, über Einsicht, über Lösung und über Wissen und Vision von Lösung. Das ist das dritte Grunderfordernis, für das Entwickeln der Flügel zum Selbst-Erwachen.

"'Weiters, hält er seine Beharrlichkeit, für das Aufgeben von ungeschickten geistigen Qualitäten und für das Annehmen von geschickten geistigen Qualitäten, aufrecht. Er ist standfest, solide in seiner Anstrengung, und schränkt seine Pflichten, im Bezug auf geschickte geistige Qualitäten, nicht ein. Dies ist das vierte Grunderfordernis, für das Entwickeln der Flügel zum Selbst-Erwachen.

"'Weiters, ist er scharfsinnig, ausgestattet mit Einsicht über das Aufkommen und Vergehen – nobel, durchdringend, zum wahren Ende von Stress (dukkha) führend. Dies ist das fünfte Grunderfordernis, für das Entwickeln der Flügel zum Selbst-Erwachen.'

"Bhikkhus, wenn ein Bhikkhu großartige Freunde hat, großartige Kameraden, großartige Begleiter, ist es zu erwarten, daß er tugendhaft werden wird, beherrscht im Einklang mit dem Patimokkha verweilen wird, großartig in seinem Verhalten und in der Art seiner Beschäftigungen sein wird, und sich selbst üben wird, die Übungsregeln angenommen, Gefahr sehend, in den kleinsten Vergehen.

"Wenn ein Bhikkhu großartige Freunde hat, großartige Kameraden, großartige Begleiter, ist es zu erwarten, daß er gewollt zuhören wird, leicht und ohne Schwierigkeit: Gespräch das wahrhaftig ernüchtern und förderlich für das Öffnen des Wesens ist, daß heißt Gespräche über Bescheidenheit, über Zufriedenheit, über Unverwirrtheit, über aufkommende Beharrlichkeit, über Tugend, über Konzentration, über Einsicht, über Lösung und über Wissen und Vision von Lösung.

"Wenn ein Bhikkhu großartige Freunde hat, großartige Kameraden, großartige Begleiter, ist es zu erwarten, daß er seine Beharrlichkeit, für das Aufgeben von ungeschickten geistigen Qualitäten und für das Annehmen von geschickten geistigen Qualitäten, aufrecht erhalten wird- standfest, solide in seiner Anstrengung, und schränkt seine Pflichten im Bezug auf geschickte geistige Qualitäten nicht ein.

"Wenn ein Bhikkhu großartige Freunde hat, großartige Kameraden, großartige Begleiter, ist es zu erwarten, daß er scharfsinnig sein wird, ausgestattet mit Einsicht über das Aufkommen und Vergehen – nobel, durchdringend, zum wahren Ende von Streß (dukkha) führend.

"Und weiters, Bhikkhus, wenn ein Bhikkhu diese fünf Qualitäten eingerichtet hat, sind da vier weitere Qualitäten, die er errichten sollte: Er sollte das Unschöne (betrachten), um Lust abzulegen, entwickeln. Er sollte Wohlwollen, zum Ablegen von Übelwollen, entwickeln. Er sollte Achtsamkeit auf das Ein- und Ausatmen, um ablenkendes Denken abzuschneiden, entwickeln. Er sollte die Vorstellung von Unbeständigkeit entwickeln, um die Wurzel des Dünkelns ‚Ich bin’ abzuschneiden. Für einen Bhikkhu der sich Unbeständigkeit vorstellt, ist die Vorstellung von Nicht-Selbst stabil gemacht. Einer der sich Nicht-selbst vorstellt, erreicht das Entwurzeln vom Dünkeln ‚Ich bin’ – Ungebunden hier und jetzt."

Siehe auch: AN 10.69.

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